Evaluationsbericht zum Programmteil Schulobst- und -gemüse

Der Obst- und Gemüseverzehr von Schülerinnen und Schülern, die am nordrhein-westfälischen EU-Schulobstprogramm teilnehmen, ist signifikant angestiegen. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Evaluierung des EU-Schulobstprogramms, an dem über 500 nordrhein-westfälische Grund- und Förderschulen teilnehmen. Außerdem haben sich die Ernährungsgewohnheiten der Kinder zum Positiven geändert, Obst und Gemüse stehen jetzt häufiger auf dem Speiseplan. Zudem haben die Bekanntheit und das Wissen über die Produkte zugenommen. Dies wird unter anderem auf die Vielzahl der pädagogischen Begleitmaßnahmen zurückgeführt, um den Kindern eine gesunde Ernährung näherzubringen.

Seit dem Start des Schulobstprogramms in Nordrhein-Westfalen im März 2010 wird es vom Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Universität Bonn und dort vom Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft begleitet und evaluiert. In einer umfangreichen Studie wurden Schulleiterinnen und Schulleiter angeschrieben, Lehrkräfte interviewt, Kinder und Eltern befragt und der Verzehr von Obst und Gemüse vor und nach einem Jahr Schulobstprogramm verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl ein gesundes Angebot an Obst und Gemüse sowie die Einbindung der Thematik in den Unterricht und darüberhinausgehende pädagogische Begleitaktionen wichtig sind, um das Ernährungsverhalten der Schülerinnen und Schüler positiv zu beeinflussen. Durch die Kombination beider Aspekte, Ernährungsbildung und der einfache und regelmäßige Zugang zu Obst und Gemüse, ist das Programm so erfolgreich.

Die Evaluationsstudie, die vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW im Rahmen der USL-Forschungsförderung (Forschungsprojekte zur umweltverträglichen und standortgerechten Landwirtschaft) gefördert wurde, liefert wichtige Anhaltspunkte für die erfolgreiche Fortführung des Programms. Sie gibt Hinweise, wie das Schulobstprogramm optimiert werden kann und an welchen Punkten festgehalten werden sollte. Insgesamt ist die Ausrichtung und Durchführung des Programms bestätigt worden und bekommt von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern die Note „Eins“.